REUTERIN schaut hin – Video-Fashiontalk mit Kampfsportlehrer Ronny Kokert

„Rebel with a cause“

„Kämpfer mit Herz“ NÖN Styleexpertin Martina Reuter traf kurz vor Weihnachten im kalten Purkersdorf bei 0 Grad und Glühwein den Flüchtlingsaktivist und Kampfsportlehrer Ronny Kokert zum Fashiontalk. Bis dato hatte der gebürtige Niederösterreicher, er kommt aus Hohenau an der March, nicht viel mit Mode am Hut, doch sein Look ist cool.

„Ja ich trage meine Haare länger und kümmere mich kaum um irgendwelche Mode-Trends. Trotzdem lege ich Wert auf gute Qualität. Deshalb habe ich eher wenig, aber das sehr lange.. Ich bin da total Oldschool, ich gehe echt gerne ins Geschäft einkaufen. Ich bin kein Onlineshopper wenn ich ehrlich bin“ schmunzelt Ronny.

Der 5ojähriger Profikampfsportler der sehr erfolgreich seit Jahren ein Trainingszentrum in Wien führt (www.shinergy.com) trainiert seit seiner frühesten Kindheit. Er hat bereits einige Titel geholt: 5 mal Staatsmeister, US Open Medaillen und 1998 Weltmeister im Open Taekwondo. Vor 20 Jahren gründete er die Kampfkunst „Shinergy“ und unterrichtet Selbstverteidigung, körperliche Fitness und mentale Stärke.

Sein Drang für Bewegung kam nach einer langen Knochenmarksentzündung als 13 Jähriger, monatelangem Spitalsaufenthalt und der Aussicht auf ein Leben ohne Sport. „Ich musste viele Bewegungen erst wieder neu erlernen und faszinierte mich für die Philosophie asiatischer Kampfkunst. Ich wurde damals dafür belächelt und trainierte anfangs alleine in den Auwäldern meiner Heimat. Dort finde ich heute auch noch zu Ruhe und Kraft.“

„Ich trainiere jeden Tag, weil es mir Kraft für die wichtigen Dinge im Leben gibt. Für meine Töchter, meine Familie und meine Beruf. Ich sehe meine Arbeit aber eher als Berufung. 2015 startete ich ein Projekt für Geflüchtete und unterrichte seitdem junge Asylwerber. Im Mittelpunkt unseres Trainings sethet der konstruktive Umgang mit Angst und Wut. Und die Fähigkeit, Konflikte friedlich zu lösen. Ich bereite die Burschen auch auf Kampfsport-Turniere vor und wir haben schon etliche Staatsmeistertitel, World Cup Medaillen und einen Weltmeistertitel gewonnen“ erzählt Ronny. Auf eigene Faust fuhr er heuer schon zweimal in das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos, unterstützte Familien, hielt dort Kampfsport-Workshops und überbrachte persönlich Spenden. Sein Gesicht kennt man jetzt, viele TV-Sender haben darüber berichtet.

„Das war nicht einfach aber mir war es wichtig etwas zu tun und nicht nur zuzusehen. Die Hoffnung, Würde und Dankbarkeit der Menschen, für ist das Schönste was man bekommen kann“ schwärmt Ronny.

Ronny ist ein Mann mit starken Willen, er kennt seine Grenzen geht aber gerne auch darüber hinaus. Als Kampfsportler und in seinem Einsatz für andere.

„Mode ist Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Sich als unmodisch zu bezeichnen ist ja auch ein Statement. Ich finde es schön, wenn jemand seinen eigenen Style gefunden hat. Meine große Tochter bewundere ich dafür. Sie kleidet sich so cool und trägt immer eine andere Haarfarbe.. Es ist völlig egal ob man günstige oder teure Mode trägt, wichtig ist das man sich dabei wohl fühlt und authentisch bleibt“ ist sein Motto.

Wer Lust auf ein Training mit Ronny Kokert hat schaut in seinem Trainingszentrum in Wien in der Lange Gasse vorbei. Danach ist man nicht nur viel fitter sondern auch geistig bereichert.

2020-12-23T10:30:14+00:00Dezember 23rd, 2020|Lifestyle, Mode, REUTERIN schaut hin, Talk|0 Kommentare

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